Frühling

Frühling

Harz und Trekking...

... das passt gut zusammen. Natürlich besuchen die Menschen den Harz in erster Linie für Tageswanderungen. Gerade an sonnigen Wochenenden strömen Massen von Wanderern an die bekanntesten Punkte, vor allem auf den Brocken, wahrend viele andere wunderschöne Wege kaum frequentiert sind.

Aber gerade auch für den, der länger unterwegs sein will, bietet der Harz mehrere besonders schöne Möglichkeiten. Als erstes fällt einem bei Trekking im Harz immer der Hexenstieg ein, der auch wirklich ein Highlight ist. Die herbe Schönheit hat auch damit zu tun, dass einem der Harz bei schlechtem Wetter nichts schenkt. Trotzdem ist die Atmosphäre mit Nebelschwaden, moosigen Felsen und dunklen Wäldern bezaubernd. Das kann man vielleicht nicht mehr so sehen, wenn man bei Sturm auf dem kahlen Brockengipfel steht.

Bei schönem Wetter, vor allem im Frühling und Herbst, zeigt sich der Harz und der Hexenstieg aber von seiner besten Seite, mit Licht- und Farbspielen und einer sehr abwechslungsreichen Landschaft und Vegetation.

Neben dem Hexenstieg sind fast unbemerkt von der Trekkinggemeinde weitere Fernwanderwege entstanden. Oft liefert das Konzept nicht nur eine Trekkingroute für Mehrtageswanderer, sondern gleich auch Tagestouren als Rundwege, mit denen man den Fernwanderweg nach und nach abarbeiten kann, z. B. wenn man am Wochenende mal mit dem Auto für einen oder zwei Tage in den Harz fährt.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Baudensteig. Was als erstes besticht ist die Kombination vom Wandern auf schmalen abwechslungsreichen Pfaden und Einkehren in besonderen Lokalitäten. Mal ist das ein Aussichtsturm oder ein altes Forsthaus, mal eine Traditions-Ausflugsgaststätte der vorletzten Jahrhundertwende oder ein altes Zechenhaus. Weitere Beispiele sind der Karstwanderweg am Harzrand und der Försterstieg.

Seit sich vor Jahrzehnten die Nationalparkidee im Harz durchgesetzt hat, ist es auch mit alten Vorurteilen vorbei, denen ich selbst unterlegen bin. Früher hieß Wandern im Harz vor alem Wandern auf breiten Forststraßen durch finstere Fichtenwälder. Das ist aber heute anders, auch außerhalb des Nationalparks. Viele schmale Pfade bilden heute das Wandernetz. Einige haben fast alpinen Charakter und fuhren an Felswänden entlang oder durch mystische Hochmoore. Der Fichtenforst ist auf dem Ruckzug, auch dank Kyrill und anderen Stürmen. Viele Flachen blieben sich selbst überlassen und die Natur malte ein neues Bild: bunte, vielfältige und gesunde Mischwälder traten an die Stelle der Fichten. An anderer Stelle wurde ein naturnaher Wald aufgeforstet, so dass sich heute besonders im Herbst ein farbenprächtiges Bild des Waldes präsentiert.


Quelle: http://www.trekkingguide.de/wandern/deutschland-harz-wandern-trekking.htm